LEAN LEXIKON C-D

Category Management

Warengruppenmanagement

 

Der Begriff Category Management - zu deutsch Warengruppenmanagement - kann im Rahmen des handelsbetrieblichen Produktmanagements eingeordnet werden. Als Category Management wird generell die Führung von Warengruppen als strategische Geschäftseinheiten eines Unternehmens bezeichnet.

 

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Cardboard Engineering

 

Beim Cardboard Engineering geht es um die Neugestaltung, Verbesserung und Überprüfung von Arbeitsplätzen und -systemen in Teamarbeit. Es handelt sich dabei um ein einfaches Verfahren, bei dem mittels Kartonagenschachteln Arbeitsplätze, -abläufe und -systeme zuerst modelliert und simuliert werden und im Anschluss getestet werden. Bei dieser Methode soll die Kreativität aller Teammitglieder genutzt werden um möglichst ergonomische und verschwendungsfreie Arbeitsplätze und Abläufe zu erhalten.

 

 

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CAX-Kürzel

 

Das Kürzel CAX steht für computer-aided x oder auch computer-assisted x. Im Deutschen können diese Begriffe mit computer- oder rechnergestützt übersetzt werden. Generell steht diese Abkürzung also für den Einsatz von EDV-Systemen in verschiedenen technisch-organisatorischen Betriebsbereichen. Der Buchstabe x ist dabei ein Platzhalter für andere Buchstaben, die als Abkürzung für die jeweiligen Produktionsschritte und -technologien verwendet werden.

 

 

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Cash-Flow-Analyse

 

Die Cash-Flow-Analyse kann dem Projekt-Controlling untergeordnet werden. Generell geht es bei dieser Analyse um die Ermittlung der Projektfinanzierung.

 

 

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Cellular Manufacturing

Zellenfertigung

 

Siehe Zellenfertigung.

 

 

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Chaku-Chaku Straße

Chaku-Chaku Line

 

Der Begriff Chaku-Chaku Straße bezeichnet ein schlankes Fertigungssystem im Rahmen des mitarbeitergebundenen Arbeitsflusses. Chaku-Chaku kommt ursprünglich aus dem Japanischen und heißt wörtlich übersetzt „Laden-Laden“. Dementsprechend übernimmt der Mitarbeiter bei diesem System nur das Beladen der Maschinen mit dem jeweiligen Werkstück. Alle weiteren Prozessschritte, sowie auch das Auswerfen laufen dann automatisch ab.

 

 

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Change Agent

Erneuerer, Betreiber des Wandels

 

Ein Change Agent ist ein Spezialist für Veränderungen und Innovationen. Er wird vor allem dann herangezogen, wenn konstruktive Lösungen in Entscheidungssituationen gefragt sind oder generell Neuerungen herbeigeführt werden sollen.

 

 

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Change Management

Transformationsmanagement

 

Beim Change Management - zu deutsch Transformationsmanagement - handelt es sich um die strukturierte Planung, Durchführung und Überprüfung von großen, bereichsübergreifenden Veränderungsprozessen in Organisationen.

 

 

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Computer Integrated Manufacturing

CIM

 

Computer Integrated Manufacturing (CIM) bezeichnet allgemein den Einsatz von computergestützten Systemen in technisch-organisatorischen Bereichen der Produktion. CIM ist somit wie auch CAx ein Sammelbegriff für verschiedene computerintegrierte Fertigungssysteme.

 

 

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Constraint

Engpass

 

Der Begriff Constraint - zu deutsch auch Engpass oder Einschränkung - steht für alle Prozesse und Stationen, die die Produktionsleistung und somit auch den Produktionsdurchsatz eines Systems mindern.

 

 

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Continuous Flow

Kontinuierlicher Fließprozess

 

Siehe kontinuierlicher Fließprozess.

 

 

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CONWIP-Prinzip

Constant Work In Process-Prinzip

 

Die Abkürzung CONWIP steht für den englischen Ausdruck Constant Work in Process. CONWIP bezeichnet ein Verfahren zur Produktionssteuerung, das auf der Funktionsweise des Kanban-Systems basiert. Das Ziel des CONWIP-Prinzips liegt, wie auch beim Kanban-System, in der Sicherstellung eines kontinuierlichen Materialflusses. Anders als die Kanban-Karte wird die CONWIP-Karte jedoch nicht nur zwischen zwei Arbeitsstationen bewegt, sondern begleitet den Fertigungsauftrag währen der gesamten Bearbeitungszeit. Nachdem der Fertigungsauftrag abgeschlossen ist, signalisiert die CONWIP-Karte, dass ein neuer Auftrag begonnen werden kann.

 

 

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Critical Path Methode

Kritischer Pfad Methode

 

Die Critical Path Methode - zu deutsch Kritischer Pfad Methode - basiert auf dem Vorgangspfeil-Netzplan und gilt als erste Methode zur Netzplanung. Die Critical Path Methode dient zur Ermittlung des kritischen Pfades in einem Projekt. Sie ermöglicht einen sicheren Projektablauf, da Kontroll- und Überprüfungsmaßnahmen gezielt auf kritische Vorgänge ausgerichtet werden können.

 

 

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C-Teile-Management

 

Der Begriff C-Teile steht für Kleinteile, wie bspw. Schrauben, Muttern oder Scheiben. Der Beschaffungswert und das Einkaufsvolumen von C-Teilen sind oft sehr gering, wogegen der Beschaffungsaufwand von C-Teilen sehr groß ist. Aus diesem Grund wird zur Erreichung einer maximalen Versorgungssicherheit bei gleichzeitig minimalen Lagerbeständen und möglichst geringer Kapitalbindung das C-Teile-Management angewendet.

 

 

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Customizing

 

Der Begriff Customizing stammt aus dem Englischen und kann im Deutschen mit Kundenanpassung übersetzt werden. Customizing bedeutet Produkte und Dienstleistungen perfekt an die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden anzupassen, um so die Anforderungen der Kunden optimal zu erfüllen. Da der Kunde beim Lean Management im Fokus steht und Prozesse und Systeme kundenorientiert gestaltet werden, spielt Customizing eine sehr große Rolle.

 

 

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Demand Flow Technology

DFT

 

Bei der Demand Flow Technology werden alle Produktionsaufträge nach dem Pull-Prinzip, also entsprechend der Nachfrage gesteuert und ausgelöst. Grundgedanke dieses Konzeptes ist es den gesamten Produktionsprozess von der Rohstoffbeschaffung bis hin zum Endprodukt auf wertschöpfende Prozessschritte zu reduzieren und somit nicht-wertschöpfende Arbeitsschritte soweit wie möglich zu eliminieren.

 

 

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Deming-Kreis

PDCA-Zyklus

 

Siehe PDCA-Zyklus.

 

 

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Double Sourcing

 

Beim Double Sourcing handelt es sich um eine Beschaffungsstrategie, bei der eine Materialart jeweils von zwei verschiedenen Quellen bezogen wird. Dieses Verfahren wird angewandt, um das Risiko von Lieferausfällen und Beschaffungsschwierigkeiten zu vermeiden.

 

 

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Durchbruchskaizen

Kaikaku

 

Der Begriff Kaikaku kommt aus dem Japanischen und kann im Deutschen mit „Reform“ oder „Einstellungs- und Kulturwandel im Unternehmen“ übersetzt werden. Im deutschen Sprachgebrauch ist Kaikaku außerdem auch unter der Bezeichnung Durchbruchskaizen bekannt. Generell handelt es sich bei Kaikaku um eine umfassende und bedeutende Umstrukturierung, die nach vielen kleinen, schrittweisen Verbesserungen eintritt. Diese Umstrukturierung basiert auf der ganzheitlichen Verankerung der Lean-Philosophie bei allen Mitarbeitern, in allen Unternehmensbereichen und auf allen Unternehmensebenen.

 

 

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Durchlaufzeit

Troughput Time

 

REFA definiert die Durchlaufzeit (DLZ) als die Zeit, die eine Einheit zum Durchlauf eines Prozesses oder Systems benötigt. Die Berechnung der Durchlaufzeit hängt dabei vom jeweiligen System bzw. der jeweiligen Einheit ab.

 

 

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Durchsatz

Throughput

 

Der Durchsatz bezeichnet den Mengen-Ausstoß eines Prozesses oder eines Systems innerhalb einer vorher definierten Zeit. Gemessen wird der Durchsatz in Stück pro Zeit.