LEAN LEXIKON E-F

Efficient Consumer Response

ECR

 

Efficient Consumer Response (ECR) - zu deutsch effiziente Reaktion auf die Kundennachfrage - bezeichnet eine Sammlung von Managementkonzepten zur Optimierung von Wertschöpfungsketten in der Konsumgüterindustrie. Ziel von ECR ist die Gestaltung einer effizienten und optimal auf die Konsumentenbedürfnisse abgestimmten Versorgungskette.

 

 

______________________________

 

EFQM-Modell

 

Beim EFQM-Modell für Business Excellence handelt es sich um ein Qualitätsmanagementsystem, das dem Total Quality Management (TQM) untergeordnet werden kann und 1988 von der European Foundation for Quality Management (EFQM) entwickelt wurde. Das EFQM-Modell dient zur Selbsteinschätzung von Organisationen, da es eine allumfassende Betrachtung des Unternehmens ermöglicht. Auf dieser Grundlage wird es von Unternehmen als Werkzeug genutzt, um Stärken und Verbesserungspotenziale aufzudecken. Darüber hinaus dient das EFQM-Modell auch als Hilfestellung für den Aufbau von Managementkonzepten und deren kontinuierliche Weiterentwicklung und führt somit zur Verbesserung des Unternehmenserfolges.

 

 

______________________________

 

Einfachautomatisierung

Low Cost Intelligent Automation

 

Bei der Einfachautomatisierung geht es darum manuelle Arbeiten und Prozesse mit möglichst einfachen und selbst entwickelten, intelligenten Ideen zu automatisieren. Die Anforderungen an Einfachautomaten sind, dass sie alle NIO-Zustände zuverlässig erkennen, den Prozess stoppen und so die Bearbeitung des fehlerhaften Werkstückes abbrechen. Die entwickelten Mechanismen der Low Cost Intelligent Automation (LCIA) sind, wie der Name bereits aussagt, oft sehr simpel, kostengünstig und sehr praktisch. Die Einfachautomatisierung bietet darüber hinaus eine gute Möglichkeit, um sich vom Wettbewerb abzuheben.

 

 

______________________________

 

Einfacher Werkzeugwechsel

One-touch Exchange of Dies

 

Bei einem einfachen Werkzeugwechsel werden alle Rüstarbeiten an einer Maschine so reduziert, dass sie in einem einzigen Arbeitsschritt durchgeführt werden können.

 

 

______________________________

 

Einstellige Werkzeugwechselzeit

Single Minute Exchange of Dies, SMED

 

Siehe Single Minute Exchange of Dies.

 

 

______________________________

 

Ein-Stück-Fließfertigung

One-Piece-Flow

 

Bei der Ein-Stück-Fließfertigung, besser bekannt unter der Bezeichnung One-Piece-Flow, handelt es sich um ein Fertigungsprinzip, bei dem jeweils nur ein Werkstück vom einen zum nächsten Prozessschritt weitergereicht wird. Auf diese Weise können sich zwischen den einzelnen Bearbeitungsstationen keine Bestände bilden, da immer nur ein Werkstück pro Fertigungsschritt bereitliegt. Dies bedeutet wiederum, dass bei Stillstand der nachgelagerten Bearbeitungsstation, auch die vorgelagerte Station nicht weiterproduzieren darf. Die Fertigung nach dem One-Piece-Flow Konzept schafft die Voraussetzung für minimale Durchlaufzeiten und ermöglicht darüber hinaus eine schnelle und gezielte Reaktion auf Störungen und Probleme.

 

 

______________________________

 

Engpass

Constraint

 

Siehe Constraint.

 

 

______________________________

 

Engpass-Analyse

Bottleneck Analysis

 

Mit Hilfe der Engpass-Analyse können die Schwachstellen ermittelt werden, die innerhalb des Produktionsablaufs den Gesamtdurchsatz begrenzen. Durch die Identifizierung und anschließende Optimierung der Kapazitätsengpässe verbessert die Engpass-Analyse nicht nur die Leistung des jeweiligen Produktionsabschnittes, sondern steigert gleichzeitig auch den gesamten Durchsatz.

 

 

______________________________

 

Engpass-Theorie

Theory of Constraints

 

Die Engpass-Theorie hilft bei der Maximierung des Durchsatzes von Prozessen und Systemen. Grundvoraussetzung für die Entwicklung eines Lösungsansatzes mit Hilfe der Theory of Constraints ist die Erkenntnis, dass jedes System genau einen Engpass hat, der den Durchsatz beschränkt. Auf dieser Basis wird dann zuerst der Engpass identifiziert und die Aufträge bestimmt, die den Engpass durchlaufen. In einem nächsten Schritt werden die Aufträge priorisiert, die am Engpass einen höheren Deckungsbeitrag erzielen. Auf dieser Grundlage wird dann eine Feinplanung für die Engpassbelegung erstellt. Durch eine Rückwärtsterminierung wird die Materialverfügbarkeit am Engpass abgesichert und mittels der Vorwärtsterminierung die Fertigstellung ermittelt.

 

 

______________________________

 

Enterprise Resource Planning

Unternehmensressourcenplanung

 

Bei Enterprise Resource Planning (ERP) - zu deutsch Unternehmensressourcenplanung - handelt es sich um ein System zur Planung und Steuerung der Produktion. Dementsprechend umfasst ERP die Planung des Produktionsprogramms, der Produktionsdurchführung und der Bereitstellung der Ressourcen. Ziel der Unternehmensressourcenplanung ist die rechtzeitige und bedarfsgerechte Planung und Steuerung der benötigten Ressourcen, um einen effizienten Wertschöpfungsprozess und eine kontinuierlich optimierte Steuerung der Betriebsabläufe sicherzustellen.

 

 

______________________________

 

Ergebnisorientierte Prozessoptimierung

 

Die ergebnisorientierte Prozessoptimierung (EPO) ist ein Konzept zur Analyse und Bewertung des Nutzens von Prozessveränderungen. Zu diesem Zweck wird bereits vor Projektbeginn der Ist-Zustand aller Prozesse aufgenommen und die Soll-Prozessentwicklung definiert. So können bereits zu Beginn die realisierbaren Potentiale zur Kostensenkung ermittelt und aufgezeigt werden. Während des Projektes dient die ergebnisorientierte Prozessoptimierung dann zur Beobachtung und Kontrolle der vorher festgelegten Ziele.

 

 

______________________________

 

Externes Rüsten

External Set-Up

 

Der Begriff externes Rüsten, bezeichnet alle Rüstvorgänge, die bei laufender Maschine durchgeführt werden können. Externes Rüsten ist auch unter der Bezeichnung prozessbegleitendes Rüsten bekannt.

 

 

______________________________

 

Failure Mode and Effects Analysis

Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse, FMEA

 

Siehe Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse.

 

 

______________________________

 

Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse

Failure Mode and Effects Analysis, FMEA

 

Bei der Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) handelt es sich um eine Methode der Qualitätssicherung, die zur präventiven Sicherung der Qualität von Produktion und Verwaltung angewendet wird. Dabei werden durch eine genaue Analyse potenzielle Fehlermöglichkeiten identifiziert, deren Auswirkungen auf die Produkte, Dienstleistungen oder die Fertigung ermittelt und ebendiese durch vorbeugende Maßnahmen verhindert.

 

 

______________________________

 

Fehler-Ursachen-Analyse

Root-Cause-Analysis

 

Bei der Fehler-Ursachen-Analyse handelt es sich um eine Methode zur systematischen Ermittlung von Fehlern und deren Ursachen. Auf dieser Basis können im Anschluss Maßnahmen zur Fehlerreduzierung abgeleitet werden. Die Fehler-Ursachen-Analyse ist dementsprechend ein sehr bedeutendes Instrument bei der Unternehmensführung.

Siehe auch 5 Warum Analyse.

 

 

______________________________

 

FIFO-Prinzip

 

FIFO ist die englische Abkürzung für First In - First Out. Es handelt sich um ein Prioritätsprinzip der Lagersteuerung. Bei der Steuerung eines Lagers nach dem FIFO-Prinzip wird die Ware, die zuerst eingelagert wurde, auch zuerst wieder entnommen. Das Gegenstück zum FIFO-Prinzip ist das LIFO-Prinzip.