LEAN LEXIKON S-T

Schiebende Fertigung

Push-Prinzip

 

Siehe Push-Prinzip.

 

 

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Schrittmacher

Pacemaker

 

Beim Schrittmacher handelt es sich um eine Methode zur Abstimmung eines Prozesses auf die Taktzeit.

 

 

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Sensi

 

Der Begriff Sensi kommt aus dem Japanischen und bezeichnet einen angesehenen Lehrer oder Meister.

 

 

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Shopfloor-Management

 

Der Begriff Shopfloor kommt ursprünglich aus dem Englischen und kann im Deutschen mit „Produktions- oder Werkstattbereich“ übersetzt werden. Unter dem Ausdruck Shopfloor-Management werden generell verschiedene Methoden, Denkansätze, Prozesse und Systeme zusammengefasst, die zur Effizienz- und Qualitätssteigerung des Produktionsbereiches dienen. Dementsprechend handelt es sich beim Shopfloor-Management um ein System zur Führung und Steuerung des Wertschöpfungsbereiches. 

 

 

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Six Sigma

Lean Six Sigma, 6σ

 

Six Sigma ist ein System des Qualitätsmanagements. Es handelt sich dabei um ein Konzept zur Verbesserung von Prozessen und gleichzeitig auch um ein statistisches Qualitätsziel. Hauptaufgabe von Six Sigma ist die Messung, Untersuchung, Optimierung und Kontrolle von Geschäftsprozessen mit Hilfe statistischer Mittel. Die Qualitätsziele orientieren sich dabei vor allem an wichtigen finanzwirtschaftlichen Unternehmenskennzahlen sowie auch an den Anforderungen der Kunden.

 

 

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Single Minute Exchange of Dies

Einstellige Werkzeugwechselzeit, SMED

 

Das Akronym SMED steht für den englischen Ausdruck Single Minute Exchange of Die und kann im Deutschen mit Werkzeugwechsel im einstelligen Minutenbereich übersetzt werden. Es handelt sich dabei um ein Verfahren zur Reduzierung der Rüstzeit von Fertigungsmaschinen mit dem Hauptziel die Umlaufbestände im Unternehmen zu senken.

 

 

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SMART Goals

 

Um im Rahmen des Projektmanagements zu gewährleisten, dass die gesetzten Ziele effektiv sind, müssen sie SMART sein. Ein Ziel ist dann SMART, wenn es folgende 5 Kriterien erfüllt:

- S - specific - spezifisch

- M - measurable - messbar

- A - attainable - erreichbar

- R - realistic - realistisch

- T - time-specific - terminiert

 

 

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Spaghetti Chart

 

Bei einem Spaghetti Chart handelt es sich um einen Übersichtsplan, auf dem der Weg, den ein bestimmtes Produkt, Teil oder Material beim Durchlaufen des Wertschöpfungsprozesses in einer Massenproduktion zurücklegt, eingezeichnet ist. Der Plan trägt den Namen Spaghetti Chart, da die aufgezeichneten Produktwege oft genauso ungeordnet aussehen wie ein Teller Spaghetti.

 

 

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Standardisierung

 

Standardisierung bezeichnet generell die Implementierung definierter und vereinheitlichter Verfahrensweisen und Abläufe für Prozesse und Arbeitsvorgänge. Standardisierung dient damit generell zur Schaffung von Klarheit und Transparenz im Arbeitsprozess und sorgt dafür, dass bei allen Vorgängen eine gleichbleibende, optimale Qualität hervorgebracht wird.

 

 

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Standardarbeit

Standard Work

 

Bei der Standardarbeit handelt es sich um eine vorgegebene Abfolge von Arbeitsvorgängen, die von einem Mitarbeiter innerhalb der Taktzeit durchgeführt werden müssen.

 

 

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Standard Work

Standardarbeit

 

Siehe Standardarbeit.

 

 

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Supermarkt

 

In der Produktion bezeichnet der Begriff Supermarkt ein Materiallager, das sich entlang der Produktionslinie in den Bereichen befindet, in denen kein stetiger Materialfluss möglich ist. In den Supermärkten werden die Teile gelagert, die im nächsten Schritt an der Fertigungslinie benötigt werden. Auf diese Weise soll ein kontinuierlicher Fertigungsfluss gewährleistet werden.

 

 

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Supply Chain

Versorgungskette

 

Der Begriff Supply Chain kommt ursprünglich aus dem Englischen und kann im Deutschen mit „Versorgungskette“ übersetzt werden. Demnach bezeichnet die Supply Chain ein unternehmensübergreifendes Netzwerk, das als ganzheitlich zu betrachtendes Leistungssystem Produkte oder Dienstleistungen für eine bestimmte Zielgruppe hervorbringt.

 

 

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Supply Chain Management

Versorgungskettenmanagement

 

Das Supply Chain Management dient zur Planung und Koordinierung aller Aktivitäten der Versorgungskette von der Materialbeschaffung bis hin zum Vertrieb des Produktes und integriert alle diese Aktivitäten in einen nahtlosen Prozess. Ziel des Supply Chain Managements ist es die Effizienz und Effektivität der Versorgungskette lang-, mittel- und kurzfristig zu optimieren.

 

 

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Synchrone Produktion

 

Das Konzept der synchronen Produktion basiert darauf, dass die Mitarbeiter so ausgebildet werden, dass sie flexibel an verschiedenen Arbeitsstationen im Produktionsprozess eingesetzt werden können. Das angestrebte Fertigungsprinzip bei der synchronen Produktion ist die Ein-Stück-Fließfertigung. Ziel der synchronen Produktion ist die deutliche Reduzierung der Durchlaufzeiten.

Taktzeit

Takt Time

 

Im Rahmen der Produktionswirtschaft bezeichnet die Taktzeit die Zeit, in der eine Mengeneinheit hergestellt wird. Die Taktzeit kann mit folgender Formel berechnet werden:

 

Taktzeit = Arbeitszeit [min je Schicht] / Soll-Mengenleistung [Stück je Schicht] x Bandwirkungsfaktor (Bandwirkungsfaktor: f < 10)

 

Da die Taktzeit durch den Kunden bestimmt wird, ist sie eine sehr wichtige Größe im Bereich Lean Management mit  großem Einfluss auf Fertigungsentscheidungen.

 

 

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Theory of Constraints

Engpass-Theorie

 

Siehe Engpass-Theorie.

 

 

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Throughput

Durchsatz

 

Siehe Durchsatz.

 

 

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Time-based Strategy

Zeitzentrierte Strategie

 

Siehe Zeitzentrierte Strategie.

 

 

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Total Productive Maintenance

TPM

 

Bei Total Productive Maintenance (TPM) handelt es sich um ein Konzept zur Instandhaltung und Leistungssteigerung des gesamten Anlagenmanagements im Unternehmen. Die Grundidee von TPM basiert auf der kontinuierlichen Verbesserung aller Unternehmensbereiche. Dementsprechend verfolgt TPM das Ziel, Verschwendungen und Verluste zu eliminieren und dadurch ein Produktionssystem ohne Defekte, Ausfälle oder Qualitätsverluste zu garantieren.

 

 

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Total Quality Management

 

Das Total Quality Management (TQM) bezeichnet kein Managementsystem an sich, sondern vielmehr eine Philosophie der Unternehmensführung. Hauptziel des Total Quality Managements ist die Marktführerschaft für die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens. Diese soll durch das gemeinschaftliche Streben nach nachhaltiger Qualität und durch die Anwendung verschiedener Qualitätsmanagementsysteme in allen Unternehmensbereichen und auf allen Unternehmensebenen erreicht werden. Dementsprechend ist TQM zur erfolgreichen Umsetzung auf die aktive Unterstützung aller Mitarbeiter angewiesen.

 

 

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Toyota-Produktionssystem

 

Das Toyota-Produktionssystem (TPS) wurde nach dem zweiten Weltkrieg zur Rettung des japanischen Automobilherstellers Toyota entwickelt und über mehrere Jahre stetig weiterentwickelt. Es beschreibt ein Konzept zur effizienten Fertigung und ist zum größten Teil auf den Ingenieur Taiichi Ohno zurückzuführen. Ziel des TPS ist ein nachfrageorientiertes Produktionssystem, bei dem Verschwendungen jeglicher Art reduziert oder komplett eliminiert werden. Ein weiterer grundlegender Bestandteil dieses Systems liegt in der kontinuierlichen Verbesserung aller Prozesse.